EU-Lie­­fer­ketten-Rich­t­­linie kommt doch

19. März 2024

Trotz der von der FDP erzwun­genen Ent­haltung Deutsch­lands bei der Abstimmung am 15.3. ist nun doch eine qua­li­fi­zierte Mehrheit der EU-Mit­glieder für eine EU-Lie­fer­ketten-Richt­linie zustande gekommen. Dadurch gewinnt der Schutz sozialer und öko­lo­gi­scher Men­schen­rechte in den Lie­fer­ketten an Bedeutung, auch wenn die Richt­linie in ihrer jet­zigen Form im Ver­gleich zum ursprüng­lichen Entwurf ent­kräftet wurde. So gilt sie für euro­päische Unter­nehmen ab 1.000 Beschäf­tigten und nicht schon ab 500 Mit­ar­bei­tenden, und der Min­dest­umsatz ist auf 450 Mil­lionen ange­hoben worden. Es gilt eine Über­gangs­frist von fünf Jahren. Das deutsche LkSG muss nun an die schär­feren EU-Haf­tungs­re­ge­lungen ange­passt werden. Im deut­schen Gesetz strenger regle­men­tiere Vor­gaben bleiben jedoch bestehen.

Für den We-care-Standard bedeutet das, dass der Steue­rungs­aus­schuss ggf. eine Anpassung der Kri­terien vor­nehmen wird, so dass We-Care zer­ti­fi­zierte Unter­nehmen immer sicher sein können, dass sie den gesetz­lichen Vor­gaben ent­sprechen.